Bunt mit Recht! Christopher-Street-Day am 04. Juni in Kiel, Mitmachen!

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Am 04. Juni findet in Kiel der Christopher-Street-Day statt.

Warum eigentlich? Und was ist eigentlich die Christopher-Street? Die Christopher Street in New York beherbergt das Stonewall Inn, jene Bar welche als Epizentrum dem Stonewallaufstand 1969 seinen Namen gab.

Was ist damals passiert?

In aller Kürze sei gesagt das am 27. Juni sich Schwule und Transgender ihrer Festnahme verweigerten, die Polizei wollte sie aufgrund ihrer Homosexualität verhaften (In vielen Ländern ist Homosexualität bis heute strafbar, in Westdeutschland war dies ebenfalls bis 1969 der Fall). Der Aufstand weitete sich schnell auf die Straße aus und die Polizei wurde gewaltsam vertrieben. Wieso das so wichtig war? Es symbolisiert einen Wendepunkt, Homosexuelle Menschen müssen nicht mehr versuchen sich bestmöglich zu verstecken, sondern kämpfen offensiv für ihre Rechte und damit auch für jene die sich aufgrund ihrer Lebenssituation immer noch verstecken müssen.

Keineswegs lässt sich bestreiten, dass es bereits große Fortschritte im Umgang der Gesellschaft mit Homosexualität gibt, doch es reicht noch lange nicht. Natürlich es ist heute möglich eine
Lebenspartnerschaft einzugehen und je nach Lage gibt es auch in einigen anderen Punkten eine Gleichberechtigung feststellen. Dies ist aber immer noch völlig unzureichend, denn nicht nur das die Gesellschaft von einer wirklichen Gleichstellung von Homosexualität meilenweit entfernt ist, die Lage ist nicht ganz so rosig und liberal, wie oft gedacht. Schwul ist immer noch das meistgenutze Schimpfwort auf den Schulhöfen, im Profisports ist Homosexualität ein absolutes Tabu und während es völlig in Ordnung ist nackte Frauen oder ein Paar bestehend aus Mann und Frau beim Sex zu zeigen sind zwei Männer die sich Küssen immer noch ein Tabubruch. Frauen die Frauen lieben werden verspottet und sexuelle Gewalt und Zwang an ihnen wird propagiert.

Damit sind jetzt nicht nur die grausamen „corrective rapes“(korrigierende Vergewaltigung) in weiten Teilen der Welt gemeint selbst ein verbaler Ausdruck wie: „Die müsste ja nur mal ordernlich rangenommen werden“ zeugt nicht nur vom mangelnden Respekt, sondern schafft ein Klima der Angst und Intoleranz.

Vielfach musste ich in letzter Zeit den Satz hören, dass für Schwule und Lesben doch schon genug erreicht wurde. Oh ja Schwule und Lesben werden nicht mehr ins Gefängniss gesperrt, das ist schon gut. Es ist ebenfalls gut, dass es inzwischen mehr progressive Menschen gibt die Homosexualität akzeptieren und nicht als Perversion oder Todsünde geißeln. Wie kann es jedoch genug sein, solange immer noch Rechte verweigert werden? Wie kann es genug sein, wenn gerade Kinder auf den Schulhöfen lernen das Homosexualität etwas ganz Schlimmes ist? Immer noch müssen sich die meisten aus Angst vor der Reaktion ihrer Familie, Eltern oder Freunde verstecken, weil sie niemals so akzeptiert würden, wie Sie sind. Helft mit eurer Anwesenheit und eurer Unterstützung am Samstag mit das die Gesellschaft weiter einen kleinen Schritt vorwärts in Richtung Gleichberechtigung und vielleicht ja sogar in Richtung Gleichstellung geht!
BUNT – mit Recht!
Die Demonstration in Kiel startet um 14:00 auf dem Asmus Bremer Platz, die Abschlusskundgebung ist für 15:30 angesetzt.

Ab 22:00 findet in der Traum GmbH(Grasweg 19) die Abschlussparty statt. Der Eintritt von 7 Euro kommt dem Christopher-Street-Day Verein in Schleswig-Holstein zu gute.

Link zu den Organisatoren: http://www.csd-kiel.de/index.html

Für die Jusos Rendsburg- Eckernförde Thomas Stegemann

 

 

 

 

 

 

 

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