Alles zur Bundestagswahl

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Wann und Wer?

Am 24. September dürfen alle ab 18 Jahren wählen, also alle Deutschen, die am 24. September mindestens 18 Jahre alt sind, dauerhaft in Deutschland leben (seit mindestens drei Monaten) und die das Wahlrecht nicht verloren haben.

Wen?

Den Bundestag, das ist das Parlament von Deutschland. Er beschließt die Gesetze für das Land, z.B. zur Außenpolitik. Auch wählt er den/die Bundeskanzler*in, also den/die Regierungschef*in.

Warum?

Weil es Deine Chance ist, mitzuentscheiden. Wohin soll es mit Deutschland in den nächsten vier Jahren gehen? Willst Du mehr Investitionen die Infrastruktur oder nicht? Bist du für kostenlose Bildung? Brauchen wir mehr sozialen Wohnungsbau? Zu alle dem und noch viel mehr kannst Du mit nur zwei Kreuzen Deine Meinung sagen!

Wie?

Moment, zwei Kreuze für eine Wahl? Ja, das gibt Dir mehr Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundestages. Mit der zweiten Stimme wählst du eine Partei, also z.B. die SPD oder die Freien Wähler. Daraus ergibt sich, wie viele der 598 Sitze jede Partei bekommt. Hat eine Partei beispielsweise 30 % der Zweitstimmen, bekommt sie auch 30 % der Parlamentssitze. Dabei werden aber Parteien mit weniger als 5 % nicht berücksichtigt (5-%-Hürde).

Und die erste Stimme?

Mit der ersten Stimme wählst du keine Partei, sondern eine Person. Dafür ist Deutschland in 299 Wahlkreise eingeteilt, elf davon in Schleswig-Holstein. In diesen Wahlkreisen treten Kandidat*innen an, die oft, aber nicht zwingend einer Partei angehören. Einen dieser Direktkandidat*innen wählst Du mit deiner Erststimme. Wer in einem Wahlkreis die meisten Erststimmen erhält, zieht in den Bundestag ein.

Für alle, die aufgepasst haben:

Wie geht das denn auf, wenn sich das Parlament eigentlich nach der Zweitstimme zusammensetzen soll, jetzt aber auf einmal noch andere über die Erststimme in den Bundestag einziehen?

Zuerst einmal ziehen alle siegreichen Direktkandidaten einer Partei für diese in den Bundestag ein. Die restlichen, der Partei nach ihrem Zweitstimmenergebnis zustehenden Sitze werden über sogenannte Listenmandate aufgefüllt. Hierfür hat jede Partei in jedem Bundesland eine Liste mit Kandidat*innen aufgestellt. Von diesen Listen ziehen so viele in den Bundestag ein, bis die Partei die ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehenden Mandate hat.

Das Problem:

Angenommen eine Partei hat mehr Direktmandate gewonnen, als ihr Sitze im Bundestag zustehen, was jetzt? Natürlich ziehen trotzdem alle Direktkandidat*innen der Partei in den Bundestag ein. Die Anzahl der Mandate, die die Partei dann mehr hat, als ihr zustehen, nennt man Überhangmandate. Dadurch, dass diese Partei dann zu viele Abgeordnete hat, sind dann die anderen Parteien benachteiligt. Um das auszugleichen erhalten sie weitere Mandate, sogenannte Ausgleichsmandate, bis die Zusammensetzung des Bundestages wieder dem Zweitstimmenergebnis der Parteien entspricht.

Der 24. September kann kommen!

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