Donald Trump

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8. November 2016, nur wenige Ereignisse können die ganze Menschheit an den Fernseher binden. Die Präsidentschaftswahlen in den USA zählen dazu. Clinton gegen Trump, für viele Amerikaner eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Während sich ein Bundesstaat nach dem anderen rot färbt, fragen sich die viele was dort verkehrt läuft. Als die Stimmen endlich ausgezählt sind ist es klar, Trump der umstrittene Kandidat der Republikaner wird US-Präsident. Heute haben wir bereits sieben Monate Amtszeit erlebt und es hat sich gezeigt, dass Trump sich auch im Weißen Haus nicht verändert hat.

Sehen konnte man es schon kurz nach seiner Amtseinführung. Er behauptete, dass seine Amtseinführung die größten Besucherzahlen aller Zeiten hatte. Bilder die das Gegenteil beweisen wurden als Fake News abgelehnt. Dinge wie diese, sollen nun eine Rolle spielen, nicht die Arbeit, die er als Präsident leistet.

Trumps größte Schwachstelle ist sein Ego. Er kann es nicht Akzeptieren, dass er einen Fehler macht oder eine andere Idee besser ist. Aber Trump ist nur das Symptom einer größeren Krankheit in den Reihen der Republikaner: Uneinigkeit. So konnte Trump auch eines seiner Zentralen Wahlversprechen nicht einlösen, da es an dem Widerstand seiner eigenen Partei scheiterte. Den Moderaten ging der Vorschlag zu weit und den Hardlinern nicht weit genug. Zwar sind viele Meinungen immer eine gute Sache um die beste Möglichkeit zu finden, jedoch sind die Fronten in der Partei so verhärtet, dass es kaum noch zu einer sinnvollen Diskussion der Flügel kommen kann. Das Schauspiel im Senat und Repräsentantenhaus kann man durchaus als Zusammenspiel von republikanischer Macht und republikanischer Machtlosigkeit bezeichnen.Auch Trump fördert die Uneinigkeit weiter.

Ein weiteres Problem Trumps ist die Tatsache, dass ein Präsident nur so gut ist wie seine Berater. Deshalb sollten die Berater an einem Strang ziehen. Jedoch hatte das Weiße Haus sehr lange Probleme mit einem internen Machtkampf zwischen den Hardlinern um Stephe Bannon und den Moderaten unter Jared Kushner.

Trump ist eine tickende Zeitbombe, vorallem wenn er provoziert wird. So steigt er auch komplett in das Drohspielchen von Kim-Jong-Un ein und drohe mit „Feuer und Wut“ gleichzeitig versuchen Mitarbeiter aber einen Entspannungskurs einzuschlagen. Zwar ist Stephe Bannon jetzt gegangen, doch in wieweit wird Trump jetzt auf die moderaten Kräfte hören? Sah man nicht auch in dem Anschlag auf Gegendemonstranten in Charlottesville, dass Trump kein Interesse daran hat, die Gewalt der rechten zu unterbinden?

Trump machte bereits mehr Urlaub als jemals ein US-Präsident zuvor, obwohl er selbst damals über Obama sagte, „dass der Präsident keine Zeit für Urlaub habe und er es anders machen werde“. Immer mehr Leute wird bewusst, dass Trump nicht „Amerika wieder groß“ machen wird so, wie er versprochen hatte und das spiegelt sich auch in Trumps umfragewerten wieder. Es bleibt nur zu hoffen, dass die zögerlichen Widersacher Trumps endlich aufstehen und mithilfe der Russlandaffäre die nötige Macht zusammenbekommen, um das Impeachmentverfahren einleiten zu können, bevor Amerika in eine Katastrophe steuert die man nicht mehr aufhalten kann.

 

Von Jan-Philipp Christoph

 

(Foto von Ich  / pixelio.de )

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